Mehrzweck-Zug- und Transportmittel MT-LB
polnischer Produktion


Das Mehrzweck-Zug- und Transportmittel wurde als Zugmittel für Artilleriebewaffnung, als Waffenträger sowie Transportmittel für Armeeangehörige und verschiedene Ausrüstung konzipiert. Bereits 1964 begann die Entwicklung dieses universal einsetzbaren Fahrzeuges. Bis Mitte der 90er Jahre gab es über 120 verschiedene Verwendungs- und Einsatzmöglichkeiten. Es kann eine Anhängelast von bis zu 6500 kg ziehen und gleichzeitig eine Nutzlast von 2000 kg transportieren. Es ist schwimmfähig und auf Grund seiner guten Geländegängigkeit und hoher Geschwindigkeit in der Lage, der Gefechtsordnung der Panzer und Mot.-Schützen zu folgen. Deshalb wurde es vorrangig für Panzerjäger- und Pioniereinheiten sowie als Führungsfahrzeug in SFL-Artillerie-Abteilungen eingesetzt.

Einsatzvarianten in der NVA:
- Zugmittel für die 100-mm-Panzerabwehrkanonen T-12 und MT-12
- Führungs- und Aufklärungsfahrzeug des Zugführers MT-LB (Pzj.Z)
- Führungsfahrzeug in Panzerjägerabteilungen MT-LB (Pzj.F)
- MT-LB (Pi) mit Pioniergerätesatz für Pionieraufklärungs- und Pioniergruppen
- Führungsfahrzeug des Batterieoffizier einer SFL-Artillerie-Batterien MT-LB (Bo).
- »SaN« MT-LB Sanitätsfahrzeug
- Fahrzeugen der technischen Hilfe MTP-LB
- Basisfahrzeug der Artilleriefunkmessstationen 10, auch AFMS-10 oder SNAR-10 genannt
- Basisfahrzeug des Raketenkomplex 9K35M »Strela 10M«

Polen baute dieses Fahrzeug in Lizenz. Zur Verbesserung des Kampfwertes wurden, durch den KSE-Vertrag freigeworden, Türme des SPW SKOT 2 mit entsprechendem Drehkranz aufgebaut. Diese, hier im Museum stehende, Version des MT-LB ist in der NVA nicht gelaufen.



Text aus: "Deutsche Militärfahrzeuge - Bundeswehr und NVA" Jörg Siegert

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