LKW GAZ 66 mit Funkkoffer
Mastlochbohr- und setzgerät P-202 auf GAZ 66

Der Frontlenker GAZ 66 löste die Fahrzeuge GAZ 63 und GAZ 63A bei der NVA ab. Das Fahrzeug verfügte anfangs über Hebelstoßdämpfer, doch schon nach kurzer Zeit erfolgte die Umrüstung auf Teleskopstoßdämpfer. Neben dem sperrbaren Zwischenachsausgleich erhielten beide Achsantriebe selbstsperrende Gleitstein-Ausgleichsgetriebe. Erwähnenswert ist auch das seinerzeit hervorragende Leistungs-Masse-Verhältnis von 23 PS/t Fahrzeuggewicht.

Der Zulauf von Pritschen- und Kofferfahrzeugen dieses leistungsstarken Typs bei der NVA begann 1970. Wie auch schon beim GAZ 63 und GAZ 63A erfolgte der Einsatz überwiegend bei den Nachrichtentruppen, dem Raketen- und Waffentechnischen Dienst sowie bei den LSK/LV Die importierte Vielzahl spezieller Tank- und Kofferaufbauten ist ähnlich wie bei den Fahrzeugen des Herstellers ZIL unübersichtlich und kaum nach zuvollziehen, zumal es sich meist nur um geringste Stückzahlen dieser Modifikationen handelte.

Der Gerätesatz P-202 diente dem Bohren von Löchern in unbefestigten Böden und zum Aufstellen von Masten. Das Gerät wurde beim Neubau und bei der Instandsetzung von Nachrichtenverbindungen eingesetzt.

Da die beiden Koffer fast leer sind ist es kaum noch möglich, die Verwendung zu ermitteln.
Hersteller
Gesamtmaße (L x B x H)
Bereifung
Bodenfreiheit
Gefechtsgewicht
Höchstgeschwindigkeit
Steigfähigkeit
Watfähigkeit
Radstand
Bezeichnung Motor
Typ Motor
Leistung Motor
Hubraum Motor
Fahrbereich
KS-Vorrat
Radformel
Federung
Getriebe
Kupplung
Kühlung
Automobilwerk Gorki
 6130 x 2400 x 2845
12.00-18
310
5800
90
55 %
900
3300
ZMZ 66
8 Zylinder - V / Otto
116 / 85
4250
800
210
4 x 4
Längsblattfedern
4-Gang, teilsynchronisiert
Einscheibentrocken
Wasser



GAZ1
GAZ2
GAZ3



GAZ4
GAZ5
GAZ6

Das Gerät P-202 befindet sich in der Restauration


Text aus: "Deutsche Militärfahrzeuge - Bundeswehr und NVA" Lutz Gau

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